e-mail: falkenmuehle@gmail.com  Telefax: +496394-6110199  Falkenmühle						         			 76891 Falkenmühle		   Südwestpfalz Deutschland www.falkenmuehle.de	 +49 6394-993977 Federico Friedrich II. der Stupor Mundi
Friedrich II., Federico, Herkunft Die Geschichte der Staufer, der mächtigsten Dynastie des Hochmittelalters, beginnt mit Friedrich von Büren (geboren um 1020, gestorben bald nach 1053), über sein Leben ist wenig bekannt. Er wird als Stammvater des staufischen Hauses angesehen. Friedrich von Büren gehörte vermutliche schon der fünften Generation von Pfalzgrafen derselben Familie an. Sein gleichnamiger Vater, der ihn um anderthalb Jahrzehnte überlebte und als Mönch endete, hatte diese Funktion im Schwäbischen und war durch Heirat auch Graf im Riesgau geworden. Der Sohn wird deswegen an den Anfang der Dynastie gestellt, weil er seinerseits durch Eheschließung um 1042 das staufische Hausgut (Vermögen) wesentlich erweitern konnte. Seine Frau Hildegard von Egisheim, auch Hildegard von Schlettstadt (geboren um 1028, gestorben Herbst 1094), aus dem Adelsgeschlecht der Grafen von Egisheim, war Pfalzgräfin im Breisgau und Gräfin im Riesgau. Sie war Erbin großer Besitzungen im Elsass und brachte verwandtschaftliche Beziehungen zum lothringischen Herzogshaus mit. Als Gemahlin Friedrichs von Büren, gilt sie als Stammmutter der Staufer, über die Großmutter väterlicherseits war sie sogar mit Papst Leo IX. (1049-1054) und über eine Großtante in mütterliche Linie mit dem salischen Kaiserhaus verwandt. Friedrich selbst konnte den erheblichen Zugewinn nicht mehr zu eigenem Aufstieg nutzen; er starb zu früh. Sein Sohn Manegold wird 1070 und 1075 als Pfalzgraf in Schwaben genannt, ihm folgt sein Bruder Ludwig im Amt nach. Otto, der dritte der Brüder, wird Domherr und 1083/84 Bischof in Straßburg. Der vierte der Bruder ist Friedrich I. von Staufen, (Herzog von Schwaben), (geboren um 1047/48/50, gestorben 1105). Er wird 1069 als Graf genannt und erhält auf dem Höhepunkt des Investiturstreits (ein politischer Konflikt zwischen geistlicher und weltlicher Macht, um die Amtseinsetzung (Investitur) von Geistlichen) im Kampf Heinrichs IV. gegen den mit den Herzögen von Zähringen verbundenen Gegenkönig Rudolf von Rheinfelden und dessen Sohn Berthold 1079 vom Kaiser nicht nur das Herzogtum Schwaben, sondern auch die Hand von dessen kaum siebenjähriger Tochter Agnes (Tochter des Grafen Friedrich von Saarbrücken). Dass Agnes die salische Pfalz Waiblingen in die Familie brachte, dürfte der Grund dafür sein, Agnes mit dem Namen "von Waiblingen" zu versehen und der staufischen Partei diesen Namen (Waiblingen /Ghibellinen) zuzulegen. Aus salischem Erbe kommen nach dem Tod des Kaisers Heinrich V. reiche Besitzungen in der Vorderpfalz, am Neckar und im Kraichgau an die Staufer. Der Ausgleich mit den Zähringern, die sich in ihrem eigenen Anspruch auf das Herzogtum Schwaben 1079 enttäuscht gesehen hatten, brachte 1098 de facto eine Teilung des Herzogtums. Die Zähringer, die sich jetzt auch formell "Herzöge" nennen konnten, erhielten mit der Reichsvogtei Zürich einen wesentlichen Bestandteil schwäbischer Herzogsrechte und waren selbst aus der Botmäßigkeit unter den Schwabenherzog befreit. Zusammen mit der herzogsgleichen Stellung der Welfen in Oberschwaben, arbeiteten also in Schwaben drei Herzogtümer neben- und gegeneinander, was die Möglichkeiten des Herzogtums der Staufer doch erheblich einschränkte. Hohenstaufen blieb bis ins 13. Jahrhundert der Stammsitz der Staufer. Friedrich II., mit dem Beinamen "der Einäugige", war beim Tod des Vaters (Friedrichs I.) 1105 um die 15 Jahre alt. Zusammen mit seinem jüngeren Bruder Konrad vertrat er in der Spätzeit der salischen Kaiser weiterhin die Interessen seines Schwagers Heinrich V. und trat nach dessen Tod 1125 auch das Erbe der Allodialgüter seiner Mutter Agnes an. Seine Hoffnungen auf die Nachfolge im König- und Kaisertum wurden allerdings durch die Wahl Lothars von Süpplinburg zunichte gemacht. Die Folge war ein erbitterter Gegensatz zwischen staufischer und welfischer Partei, den auch die Ehe Friedrichs mit der Welfin Judith, der Tochter des Bayernherzogs Heinrichs des Schwarzen, nicht verhindern konnte. Den Kampf gegen Kaiser Lothar allerdings verloren die Staufer, sie verzichteten kurz vor dessen Tod 1135 auf das Gegenkönigtum. Erst durch die Wahl Konrads III. zum König im Jahr 1138 stiegen die Staufer zu einer Königsfamilie auf. Aus der Ehe mit der Welfin Judith ging Friedrich „Barbarossa“ hervor, aus der zweiten Ehe mit Agnes von Saarbrücken der spätere Pfalzgraf Konrad. Friedrich starb 1147 im pfälzischen Alzey und wurde wie seine zweite Frau in dem bei Hagenau im Unterelsass gelegenen Benediktinerkloster St. Walburg begraben. Judith fand ihre letzte Ruhe im Kloster Lorch. Friedrich „Barbarossa“ (geboren um 1122, gestorben 1190),  folgte zunächst seinem Vater Friedrich dem Einäugigen im Herzogtum Schwaben nach (1147 - 1152) und wurde nach dem Tod seines Onkels Konrad III. 1152 deutscher König. 1155 wurde er in Rom zum Kaiser gekrönt. Seine Ehe mit Adelheid von Vohburg blieb kinderlos und wurde wegen angeblich zu naher Verwandtschaft geschieden (aus der Dokumentation zum Scheidungsprozess stammen die wesentlichen Angaben zu seinen Vorfahren). Die Heiratsabsicht mit der ihm letztlich viel näher verwandten byzantinischen Prinzessin Maria Komnena kam nicht zustande, er ehelichte daraufhin die zwanzig Jahre jüngere Erbtochter des burgundischen Grafenhauses Beatrix, die die Freigrafschaft Burgund mit in die Ehe brachte. Aus dieser Ehe gingen 12 Kinder hervor. Friedrich „Barbarossa“, verstand sich als Nachkomme des ersten Salierkaisers Konrad II., auf den er sich in Urkunden mehrfach als seinen Vorfahren bezog. Er führte über Jahrzehnte einen Konflikt mit Papst Alexander III. und den oberitalienischen Kommunen. In der personalen Rang- und Herrschaftsordnung des frühen und hohen Mittelalters spielte die Ehre (Honor) eine besondere Rolle. Ehrverletzungen des Reichsoberhauptes waren zugleich eine Verletzung der Würde des Reiches. Die Wahrung der „Ehre des Reiches“ (Honor Imperii), die der Kaiser durch das Auftreten des Kardinals Roland und späteren Papstes Alexander III. angegriffen sah, und die Pflicht, Ehrverletzungen zu rächen, führten zu langwierigen Konflikten mit dem Papsttum. Erst 1177 konnte der Konflikt im Frieden von Venedig beigelegt werden. Friedrich „Barbarossa“ ertrank am 10. Juni 1090 auf dem Kreuzzug im Fluss Saleph; sein Fleisch wurde in der Kirche St. Peter in Antiochia beigesetzt, sein Herz mit den Eingeweiden in Tarsus, seine Gebeine in der Kathedrale von Tyrus. Von den 12 Kindern Barbarossas wird hier nur der spätere Kaiser Heinrich VI. (1165 – 1197) genannt. Er wird 1169 zum König und 1191 zum Kaiser gekrönt. 1186 gelang „Barbarossa“ die Vermählung seines Sohnes Heinrich mit der Normannenprinzessin Konstanze von Hauteville, der Tochter von Siziliens erstem normannischen König Roger II. .Heinrich beabsichtigte die Zusammenlegung des Imperiums mit dem sizilischen Regnum (unio regni ad imperium). Konstanze war als Tochter des Normannenkönigs Roger II. von Sizilien (geboren 1154, gestorben 27. November 1198), Tante und Erbin des Normannenkönigs Wilhelm II.. Damit war das Königreich Sizilien für die Staufer gewonnen. Nach dem Tod seines Vaters war Heinrich in Konflikte mit dem „Welfen Heinrich dem Löwen“ verwickelt. Erst 1194 gelang ein endgültiger Ausgleich mit den Welfen. In Sizilien wurde nach dem Tod Wilhelms II. unter Missachtung von Heinrichs Thronansprüchen Tankred von Lecce zum König erhoben. Der Versuch der Eroberung Siziliens auf einem Italienzug im Jahr 1191 scheiterte vor Neapel. Aus Streitigkeiten um die Besetzung des Lütticher Bischofsstuhls, entstand eine Fürstenverschwörung. Dieser konnte Heinrich erfolgreich mit der Gefangennahme des englischen Königs Richard Löwenherz begegnen. Gestützt auf eine immense Lösegeldzahlung und den Lehnseid Richards, glückte Heinrich im Jahr 1194 die Eroberung Siziliens. In den Jahren 1195 und 1196 versuchte Heinrich, das Reich in eine Erbmonarchie umzuwandeln. Er scheiterte jedoch am Widerstand der Reichsfürsten. Auch die endgültige Vereinigung Siziliens mit dem Reich konnte Heinrich wegen der ablehnenden Haltung des Papstes, bzw. der Kurie nicht durchsetzen. Heinrich starb während der Vorbereitungen zu einem Kreuzzug, dessen Ziel in Verbindung mit der Eroberung Jerusalems womöglich auch die Eroberung des Byzantinischen Reichs war.
Roger II. (1095 - 1154 König von Sizilien 1130 1. 1117 Elvira v. Kastilien (+ 1135)2. 1149 Sibylla v. Burgund (1125/30 - 1151) 3. 1152 Beatrix v. Rethel (1135 - 1185) Konstanze von Sizilien (1154-1198)  Heinrich VI. (1165 - 1197 1169 Dt. König 1169 Kaiser 1191 Kg. v. Sizilien 1194 Friedrich II. (1194 - 1250) König von Sizilien Kaiser 1220 CX Friedrich I. Barbarossa (1122 - 1190 Herzog von Schwaben 1146 Deutscher König 1152 Kaiser 1155 1. 1149 Adela v. Vohburg (um 1128 - 1187)geschieden 1153    2. 1156 Beatrix v. Burgund (1140/4 - 1184) aus 3  aus 2  Stammbaum
Herzog Friedrich der Einäugige, Wandmalerei in der Klosterkirche Lorch, 15. Jahrhundert
Hinweis: Veröffentlichungen oder Auszüge sind unter der Voraussetzung  der Quellenangabe gestattet. Form der Quellenangabe, Druckwerke/PDF usw.: Name des Autors: Peter Müller-Helbling Titel des Werks: Die Wegelnburg Stand: 17.12.2016
Kaisers Heinrich VI. im Codes Manesse, um 1300        Heidelberger Universitätsbibiliothek,                                           Cod. Pal. germ. 848, fol. 6r Abbildung
Heinrich VI. thronend zwischen sieben Tugenden und im Triumph über Tankred, der unter dem Wagen der Foruna liegt. Petrus von Eboli, Liber ad honorem Augusti, Bern, Burgerbibilothek, Codes 120. II,fol. 146r.
Herzog Friedrich VI. und Konstanze von Sizilien;  Liber ad honorem Augusti des Petrus de Ebulo 1196.
Heinrich VI. von Hohenstaufen
Der thronende Kaiser Friedrich Barbarossa mit Bügelkrone, Reichsapfel und Szepter zwischen seinen Söhnen Heinrich VI. der bereits die Königskrone trägt (links) und Freidrich von Schwaben mit Herzoghut. Miniatur aus der Historia Welforum, Fulda, Hessische Landesbibliothek Cod. D. 11, fol. 14r.
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Italien zur Zeit der Staufer
Beiträge zur Biographie und dem Menschen Friedrich II. Königreich Sizilien
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Friedrich II., Federico, Herkunft Die Geschichte der Staufer, der mächtigsten Dynastie des Hochmittelalters, beginnt mit Friedrich von Büren (geboren um 1020, gestorben bald nach 1053), über sein Leben ist wenig bekannt. Er wird als Stammvater des staufischen Hauses angesehen. Friedrich von Büren gehörte vermutliche schon der fünften Generation von Pfalzgrafen derselben Familie an. Sein gleichnamiger Vater, der ihn um anderthalb Jahrzehnte überlebte und als Mönch endete, hatte diese Funktion im Schwäbischen und war durch Heirat auch Graf im Riesgau geworden. Der Sohn wird deswegen an den Anfang der Dynastie gestellt, weil er seinerseits durch Eheschließung um 1042 das staufische Hausgut (Vermögen) wesentlich erweitern konnte. Seine Frau Hildegard von Egisheim, auch Hildegard von Schlettstadt (geboren um 1028, gestorben Herbst 1094), aus dem Adelsgeschlecht der Grafen von Egisheim, war Pfalzgräfin im Breisgau und Gräfin im Riesgau. Sie war Erbin großer Besitzungen im Elsass und brachte verwandtschaftliche Beziehungen zum lothringischen Herzogshaus mit. Als Gemahlin Friedrichs von Büren, gilt sie als Stammmutter der Staufer, über die Großmutter väterlicherseits war sie sogar mit Papst Leo IX. (1049-1054) und über eine Großtante in mütterliche Linie mit dem salischen Kaiserhaus verwandt. Friedrich selbst konnte den erheblichen Zugewinn nicht mehr zu eigenem Aufstieg nutzen; er starb zu früh. Sein Sohn Manegold wird 1070 und 1075 als Pfalzgraf in Schwaben genannt, ihm folgt sein Bruder Ludwig im Amt nach. Otto, der dritte der Brüder, wird Domherr und 1083/84 Bischof in Straßburg. Der vierte der Bruder ist Friedrich I. von Staufen, (Herzog von Schwaben), (geboren um 1047/48/50, gestorben 1105). Er wird 1069 als Graf genannt und erhält auf dem Höhepunkt des Investiturstreits (ein politischer Konflikt zwischen geistlicher und weltlicher Macht, um die Amtseinsetzung (Investitur) von Geistlichen) im Kampf Heinrichs IV. gegen den mit den Herzögen von Zähringen verbundenen Gegenkönig Rudolf von Rheinfelden und dessen Sohn Berthold 1079 vom Kaiser nicht nur das Herzogtum Schwaben, sondern auch die Hand von dessen kaum siebenjähriger Tochter Agnes (Tochter des Grafen Friedrich von Saarbrücken). Dass Agnes die salische Pfalz Waiblingen in die Familie brachte, dürfte der Grund dafür sein, Agnes mit dem Namen "von Waiblingen" zu versehen und der staufischen Partei diesen Namen (Waiblingen /Ghibellinen) zuzulegen. Aus salischem Erbe kommen nach dem Tod des Kaisers Heinrich V. reiche Besitzungen in der Vorderpfalz, am Neckar und im Kraichgau an die Staufer. Der Ausgleich mit den Zähringern, die sich in ihrem eigenen Anspruch auf das Herzogtum Schwaben 1079 enttäuscht gesehen hatten, brachte 1098 de facto eine Teilung des Herzogtums. Die Zähringer, die sich jetzt auch formell "Herzöge" nennen konnten, erhielten mit der Reichsvogtei Zürich einen wesentlichen Bestandteil schwäbischer Herzogsrechte und waren selbst aus der Botmäßigkeit unter den Schwabenherzog befreit. Zusammen mit der herzogsgleichen Stellung der Welfen in Oberschwaben, arbeiteten also in Schwaben drei Herzogtümer neben- und gegeneinander, was die Möglichkeiten des Herzogtums der Staufer doch erheblich einschränkte. Hohenstaufen blieb bis ins 13. Jahrhundert der Stammsitz der Staufer. Friedrich II., mit dem Beinamen "der Einäugige", war beim Tod des Vaters (Friedrichs I.) 1105 um die 15 Jahre alt. Zusammen mit seinem jüngeren Bruder Konrad vertrat er in der Spätzeit der salischen Kaiser weiterhin die Interessen seines Schwagers Heinrich V. und trat nach dessen Tod 1125 auch das Erbe der Allodialgüter seiner Mutter Agnes an. Seine Hoffnungen auf die Nachfolge im König- und Kaisertum wurden allerdings durch die Wahl Lothars von Süpplinburg zunichte gemacht. Die Folge war ein erbitterter Gegensatz zwischen staufischer und welfischer Partei, den auch die Ehe Friedrichs mit der Welfin Judith, der Tochter des Bayernherzogs Heinrichs des Schwarzen, nicht verhindern konnte. Den Kampf gegen Kaiser Lothar allerdings verloren die Staufer, sie verzichteten kurz vor dessen Tod 1135 auf das Gegenkönigtum. Erst durch die Wahl Konrads III. zum König im Jahr 1138 stiegen die Staufer zu einer Königsfamilie auf. Aus der Ehe mit der Welfin Judith ging Friedrich „Barbarossa“ hervor, aus der zweiten Ehe mit Agnes von Saarbrücken der spätere Pfalzgraf Konrad. Friedrich starb 1147 im pfälzischen Alzey und wurde wie seine zweite Frau in dem bei Hagenau im Unterelsass gelegenen Benediktinerkloster St. Walburg begraben. Judith fand ihre letzte Ruhe im Kloster Lorch. Friedrich „Barbarossa“ (geboren um 1122, gestorben 1190),  folgte zunächst seinem Vater Friedrich dem Einäugigen im Herzogtum Schwaben nach (1147 - 1152) und wurde nach dem Tod seines Onkels Konrad III. 1152 deutscher König. 1155 wurde er in Rom zum Kaiser gekrönt. Seine Ehe mit Adelheid von Vohburg blieb kinderlos und wurde wegen angeblich zu naher Verwandtschaft geschieden (aus der Dokumentation zum Scheidungsprozess stammen die wesentlichen Angaben zu seinen Vorfahren). Die Heiratsabsicht mit der ihm letztlich viel näher verwandten byzantinischen Prinzessin Maria Komnena kam nicht zustande, er ehelichte daraufhin die zwanzig Jahre jüngere Erbtochter des burgundischen Grafenhauses Beatrix, die die Freigrafschaft Burgund mit in die Ehe brachte. Aus dieser Ehe gingen 12 Kinder hervor. Friedrich „Barbarossa“, verstand sich als Nachkomme des ersten Salierkaisers Konrad II., auf den er sich in Urkunden mehrfach als seinen Vorfahren bezog. Er führte über Jahrzehnte einen Konflikt mit Papst Alexander III. und den oberitalienischen Kommunen. In der personalen Rang- und Herrschaftsordnung des frühen und hohen Mittelalters spielte die Ehre (Honor) eine besondere Rolle. Ehrverletzungen des Reichsoberhauptes waren zugleich eine Verletzung der Würde des Reiches. Die Wahrung der „Ehre des Reiches“ (Honor Imperii), die der Kaiser durch das Auftreten des Kardinals Roland und späteren Papstes Alexander III. angegriffen sah, und die Pflicht, Ehrverletzungen zu rächen, führten zu langwierigen Konflikten mit dem Papsttum. Erst 1177 konnte der Konflikt im Frieden von Venedig beigelegt werden. Friedrich „Barbarossa“ ertrank am 10. Juni 1090 auf dem Kreuzzug im Fluss Saleph; sein Fleisch wurde in der Kirche St. Peter in Antiochia beigesetzt, sein Herz mit den Eingeweiden in Tarsus, seine Gebeine in der Kathedrale von Tyrus. Von den 12 Kindern Barbarossas wird hier nur der spätere Kaiser Heinrich VI. (1165 – 1197) genannt. Er wird 1169 zum König und 1191 zum Kaiser gekrönt. 1186 gelang „Barbarossa“ die Vermählung seines Sohnes Heinrich mit der Normannenprinzessin Konstanze von Hauteville, der Tochter von Siziliens erstem normannischen König Roger II. .Heinrich beabsichtigte die Zusammenlegung des Imperiums mit dem sizilischen Regnum (unio regni ad imperium). Konstanze war als Tochter des Normannenkönigs Roger II. von Sizilien (geboren 1154, gestorben 27. November 1198), Tante und Erbin des Normannenkönigs Wilhelm II.. Damit war das Königreich Sizilien für die Staufer gewonnen. Nach dem Tod seines Vaters war Heinrich in Konflikte mit dem „Welfen Heinrich dem Löwen“ verwickelt. Erst 1194 gelang ein endgültiger Ausgleich mit den Welfen. In Sizilien wurde nach dem Tod Wilhelms II. unter Missachtung von Heinrichs Thronansprüchen Tankred von Lecce zum König erhoben. Der Versuch der Eroberung Siziliens auf einem Italienzug im Jahr 1191 scheiterte vor Neapel. Aus Streitigkeiten um die Besetzung des Lütticher Bischofsstuhls, entstand eine Fürstenverschwörung. Dieser konnte Heinrich erfolgreich mit der Gefangennahme des englischen Königs Richard Löwenherz begegnen. Gestützt auf eine immense Lösegeldzahlung und den Lehnseid Richards, glückte Heinrich im Jahr 1194 die Eroberung Siziliens. In den Jahren 1195 und 1196 versuchte Heinrich, das Reich in eine Erbmonarchie umzuwandeln. Er scheiterte jedoch am Widerstand der Reichsfürsten. Auch die endgültige Vereinigung Siziliens mit dem Reich konnte Heinrich wegen der ablehnenden Haltung des Papstes, bzw. der Kurie nicht durchsetzen. Heinrich starb während der Vorbereitungen zu einem Kreuzzug, dessen Ziel in Verbindung mit der Eroberung Jerusalems womöglich auch die Eroberung des Byzantinischen Reichs war.
Roger II. (1095 - 1154 König von Sizilien 1130 1. 1117 Elvira v. Kastilien (+ 1135)2. 1149 Sibylla v. Burgund (1125/30 - 1151) 3. 1152 Beatrix v. Rethel (1135 - 1185) Konstanze von Sizilien (1154-1198)  Heinrich VI. (1165 - 1197 1169 Dt. König 1169 Kaiser 1191 Kg. v. Sizilien 1194 Friedrich II. (1194 - 1250) König von Sizilien Kaiser 1220 CX Friedrich I. Barbarossa (1122 - 1190 Herzog von Schwaben 1146 Deutscher König 1152 Kaiser 1155 1. 1149 Adela v. Vohburg (um 1128 - 1187)geschieden 1153    2. 1156 Beatrix v. Burgund (1140/4 - 1184) aus 3  aus 2  Stammbaum Herzog Friedrich der Einäugige, Wandmalerei in der Klosterkirche Lorch, 15. Jahrhundert
Hinweis: Veröffentlichungen oder Auszüge sind unter der Voraussetzung  der Quellenangabe gestattet. Form der Quellenangabe, Druckwerke/PDF usw.: Name des Autors: Peter Müller-Helbling Titel des Werks: Die Wegelnburg Stand: 17.12.2016
Kaisers Heinrich VI. im Codes Manesse, um 1300        Heidelberger Universitätsbibiliothek,                                           Cod. Pal. germ. 848, fol. 6r Abbildung Heinrich VI. thronend zwischen sieben Tugenden und im Triumph über Tankred, der unter dem Wagen der Foruna liegt.  Petrus von Eboli, Liber ad honorem Augusti, Bern, Burgerbibilothek, Codes 120. II,fol. 146r. Herzog Friedrich VI. und Konstanze von Sizilien;  Liber ad honorem Augusti des Petrus de Ebulo 1196. Heinrich VI. von Hohenstaufen Der thronende Kaiser Friedrich Barbarossa mit Bügelkrone, Reichsapfel und Szepter zwischen seinen Söhnen Heinrich VI. der bereits die Königskrone trägt (links) und Freidrich von Schwaben mit Herzoghut. Miniatur aus der Historia Welforum, Fulda, Hessische Landesbibliothek Cod. D. 11, fol. 14r. Zurück zur Wegelnburg Zurück zur Wegelnburg Zur Falkenmühle Zur Falkenmühle Beiträge zur Biographie und dem Menschen Friedrich II. Federico Friedrich II. der Stupor Mundi